Archiv 2012
Am 13.
Februar findet
um 20
Uhr in der Stadthalle Lübbecke die erste Veranstaltung der 43.
Vortragsreihe
„Zeitfragen-Streitfragen“ statt. Gunnar
Garms,
Öffentlichkeitsreferent von OPEN DOORS Deutschland
e.V., spricht
zu
dem Thema: „Glauben
unter
Lebensgefahr –
Nordkorea, ein vergessenes Land“.
Exemplarisch soll an Nordkorea aufgezeigt werden, wie
Christen in
kommunistischen Ländern bedrängt und verfolgt werden.
Dieses
Land ist
tief geprägt von einem in der stalinistischen Tradition
stehenden
Personenkult, durch den der verstorbene Diktator Kim II
Sung quasi zu
einem Gott erhoben wird. So muss der verstorbene Kim II
Sung („der
ewige Präsident“) als ewig gegenwärtiger Gott-Vater
angebetet
werden.
Sein Sohn, Kim Jong II („der geliebte Führer“ oder „ewiger
Sohn
der
ewigen Sonne“) ist der von ihm erwählte Retter.
Alle mit dieser Ideologie konkurrierenden Religionen sind
verboten.
Verletzungen der Menschenrechte, einschließlich vieler
Rechtsbrüche auf
religiösem Gebiet, sind im kommunistischen Nordkorea an
der
Tagesordnung. Das Christentum gilt als gefährlicher
ausländischer
Einfluss, der den Anstoß für den Zusammenbruch
kommunistischer Regime
in Osteuropa und in der damaligen Sowjetunion gegeben
haben soll.
Deshalb wird es als eine der größten Bedrohungen für
die Macht des
Regimes angesehen. Infolgedessen bemühen sich die
nordkoreanischen
Behörden sehr stark, das Christentum auszurotten.
Das Leben der Christen – nach Schätzungen mindestens
200.000
bis
400.000 im Untergrund – ist extrem hart. Entdeckte
Christen werden
verhaftet, gefoltert oder getötet. Wenn in einem Haus eine
Bibel
gefunden wird, kann die gesamte Familie in ein
Arbeitslager kommen.
Gefängniswärter werden befördert, wenn es ihnen gelingt,
eine Christen
durch Folter zum Aufgeben seines Glaubens zu zwingen,
berichten
Augenzeugen. Bis zu 70.000 Christen werden in über 30
Arbeits- und
Straflagern gefangen gehalten.
Der Eintritt zum Vortragsabend ist frei.
|