Bekenntnisbewegung
"Kein anderes Evangelium"
Lübbecke

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Archiv 2012

Werner Gitt Den Abschluss der 43. Vortragsreihe der Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“ Lübbecke bildet am 26. März um 20 Uhr in der Stadthalle Lübbecke der Vortrag von Professor Dr.-Ing. Werner Gitt aus Braunschweig. Sein Thema ist: "Sind alle Religionen gleich?"

Religion ist der Versuch des Menschen, von sich aus die Gottesfrage zu lösen. So verschieden die außerchristlichen Religionen sind, eines haben sie gemeinsam: sie sind alle erfüllt von einem leidenschaftlichen Streben nach Erlösung, nach der Gemeinschaft mit Gott. Der Mensch muss sich anstrengen,  um sich der Gottheit näher zu kommen. Wohl weiß man, dass der Mensch von Gott durch einen gewaltigen Abstand getrennt ist. Aber man ist überzeugt: wer immer strebend sich bemüht, der kommt vorwärts, der steigt auf der Himmelsleiter Stufe um Stufe hinauf in der Hoffnung so schließlich zu Gott zu gelangen. Aber die endgültige Gewissheit eines ewigen Heils gibt es trotz aller Anstrengungen  nicht.

Anders das Christentum. Da ist es gerade andersherum: Der Mensch muss sich nicht emporarbeiten. Gott kommt in Jesus Christus nach unten. Jesus ist mit der Botschaft unter die Menschen getreten: In meiner Person, in meiner Gegenwart ist der ewige Gott selbst unter euch da. Nicht ihr braucht zu Gott durchzudringen in mühseliger, übersteigerter Anstrengung, Gott kommt zu euch. Wir haben einen „heruntergekommenen“ Gott. Gott  geht ein in unsere Welt der Schuld, der Schmerzen, der Finsternis und des Todes. Zu ihm dürfen Menschen mit den Bruchstücken ihres Lebens, ihrem Versagen und aller Schuld kommen und darauf vertrauen, dass ihnen sein Ruf gilt: „Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken!“ Ja, ich nehme eure Sünde auf mich, trage sie mit mir ans Kreuz und gebe euch ewiges Leben. Denn „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich“.
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