Bekenntnisbewegung
"Kein anderes Evangelium"
Lübbecke

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Archiv 2013

Am Montag, 11. März 2013 findet um 20 Uhr in der Stadthalle Lübbecke der dritte Vortrag der 44.  Veranstaltungsreihe „Zeitfragen-Streitfragen“ der Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“ Lübbecke statt.

Professor Dr. Helge Stadelmann, Rektor der Freien Theologischen Hochschule (FTH) in Gießen, spricht zu dem Thema

Wer bestimmt heute über die
Auslegung des Wortes Gottes?“

Dazu schreibt Dr. Helge Stadelmann: „Im Bekenntniskampf, der seit den 60er Jahren zu führen war, standen die Auswirkungen der Moderne auf die Theologie im Vordergrund. Da ging es um die Tatsächlichkeit der Offenbarung Gottes.“ Grundaussagen der Bibel wurden „entmythologisiert“ und umgedeutet. So konnte z. B. Professor R. Bultmann lehren: „Welch primitive Mythologie, dass ein Mensch gewordenes Gotteswesen durch sein Blut die Sünden der Menschen sühnt“. Die Heilige Schrift wurde zu einem theologischen Steinbruch der Beliebigkeit, der keine göttliche Autorität mehr innewohnte. Stadelmann weiter: „In den letzten 20 Jahren steht die emanzipatorische Hermeneutik der Postmoderne im Vordergrund. Die Auseinandersetzung ist darum zu führen, wer über den Sinn biblischer Aussagen entscheidet: Der biblische Autor mit seiner ursprünglichen Aussageabsicht? Der kreative Leser? Oder – wenn etwa der kreative Leser / Exeget dann sein Sinnprodukt predigt – jeder einzelne Predigthörer, der das Verkündigte als ‚offenes Kunstwerk‘ auffasst und es hört, wie er will? Am Ende hat dann Jeder seinen subjektiven Sinn, den er für den Augenblick einem biblischen Wort abgewinnt – und morgen liest oder hört er das Gleiche dann schon wieder anders.“

Helge Stadelmann ist evangelikaler Theologe mit Schwerpunkt in Praktischer Theologie. Außerdem ist er seit 1994 Rektor der Freien Theologischen Hochschule Gießen in Gießen und dort Dozent und Abteilungsleiter für die Praktische Theologie. Im Bereich der Praktischen Theologie widmet er sich vor allem der Frage nach Schnittpunkten zwischen Praktischer Theologie und Hermeneutik. Weitere Interessengebiete sind Gemeindebau und Gottesdienstlehre.


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