Bekenntnisbewegung
"Kein anderes Evangelium"
Lübbecke

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Archiv 2015

Am 23. Februar, findet um 20 Uhr in der Stadthalle Lübbecke die zweite Veranstaltung der 46. Vortragsreihe „Zeitfragen-Streitfragen“ statt. Professor Dr.-med. Manfred Weise aus Kassel wir zu dem Thema sprechen:

 "Organtransplantation – eine Option für Christen?"

Der Referent ist Arzt und Dozent für Innere Medizin im Ruhestand. Er ist Autor verschiedener Publikationen zum Thema Christsein und Gesundheit. Er leitet das Missionswerk Christen im Dienst an Kranken e.V. (Homepage: www.cdkev.de).

Folgt man den Aussagen der Medien zur Frage nach der Organtransplantation so spricht sich die Mehrheit der Bevölkerung durchaus dafür aus. Auf vielen Ebenen wird „pro Organspende“ geworben. So gibt es in Nordrhein-Westfalen Bestrebungen das Thema Organspende zum Schulthema zu machen mit dem erklärten Ziel, mehr Menschen zur Organspende bereit zu machen. Gegenteilige Meinungen und kritische Fragen werden als störend diskreditiert.

Organe zur Transplantation können nur Toten entnommen werden. Zu klären ist die Frage: Ob wann ist ein Mensch wirklich tot? 1968 wurde der Hirntod als eine Todesdefinition im Zusammenhang mit der Entwicklung der Intensiv- und Transplantationsmedizin eingeführt. Dabei darf der Organspender nicht gänzlich tot sein, weil sonst seine Organe unbrauchbar wären – sie müssen so frisch und lebendig wie möglich erhalten werden. So ist der  für tot erklärte Menschen so lange am Leben zu erhalten wie er mit seinen noch funktionierenden Organen nützlich sein kann.  Kann aber ein Mensch für tot angesehen werden, wenn 97 % seiner Körperzellen funktionieren, aber nur 3 %, die sein Gehirn ausmachen, ausgefallen sind? Die Gleichsetzung von Hirntod und Gesamttod des Menschen ist daher abzulehnen. Für die Organmedizin hat sich seit Einführung der Hirntotdefinition ein weiter Markt eröffnet. Dabei darf man auch nicht außer Acht lassen, dass sich hier ein lukratives Geschäft für Organmedizin und Pharmaindustrie ergeben hat.
Für Christen sind Sterben und Tod der Übergang in das Reich Gottes. „Es ist dem Menschen bestimmt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht (Gottes)“, heißt es im Hebräerbrief (9,27). Der Zeitpunkt des Todes liegt in Gottes Ratschluss. Der Mensch hat darüber nicht zu entscheiden!


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