Bekenntnisbewegung
"Kein anderes Evangelium"
Lübbecke

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Archiv 2016

Am Montag, den 15. Februar 2016, findet um 20 Uhr in der Stadthalle Lübbecke die zweite Veranstaltung der 47. Vortragsreihe „Zeitfragen-Streitfragen“ statt. Dr. Reinhold Strähler aus Wiesbaden wird über das Thema „Zu viel Islam“ oder „zu wenig Christentum“? sprechen.

Marie-Luise und Reinhold Strähler, EMODr. Reinhold Strähler, gebürtiger Schwabe, gelernter Werkzeugmacher und in Pretoria (Südafrika) promovierter Theologe leitet seit vier Jahren die EMO (Evangeliumsgemeinschaft Mittlerer Osten) zusammen mit seiner Frau Marie-
Luise, mit der er zuvor über 20 Jahre im Ausland tätig war. Die EMO unterhält seit 1913 das Missionskrankenhaus „al-Germaniyya“ im oberägyptischen Assuan am Ufer des Nils. Heute ist es ein Haus mit 40 Betten in den Sparten Allgemeinmedizin, Kinderheilkunde, Augen, HNO und Urologie. Etwa zwei Drittel der Patienten sind Moslems, die übrigen Christen verschiedener Konfessionen. Die Mission in Assuan erfolgt durch die Arbeit im Krankenhaus „ohne Druck“ als tätige Nächstenliebe. Die Menschen sollen neben ihrer traditionellen Prägung auch eine alternative Sicht kennenlernen, sagt Strähler.

Dr. Strähler zum Thema „Islam“: „Als Christen teilen wir viele Gemeinsamkeiten mit Muslimen, vor allem auf der menschlichen Ebene. Deshalb ist es selbstverständlich, dass wir offen, respektvoll und mit einem Herzen voller Liebe auf Muslime zugehen. Der Islam unterscheidet sich theologisch in wesentlichen Fragen vom Evangelium. Es ist für uns Christen selbstverständlich, dass wir andere Philosophien, gesellschaftliche Trends und auch andere Religionen kritisch beurteilen und trotz aller Gemeinsamkeiten auch die Unterschiede betonen. Wenn wir Christentum und Islam jeweils in ihrem Selbstverständnis ernst nehmen, dann können wir nicht behaupten, dass es sich dabei um zwei Wege zu dem gleichen Ziel  handelt. Die theologischen Unterschiede halten uns nicht davon ab, nach einem friedlichen Zusammenleben mit Muslimen in unserem Land zu streben und uns dafür einzusetzen. Schließlich haben wir als Christen auch kein Problem mit Menschen zusammenzuleben und zu arbeiten, die politisch oder weltanschaulich eine andere Überzeugung vertreten und mit den biblischen Werten wenig oder nichts anfangen können.“

Wir verweisen gern auf einen Aufsatz von Pfarrer i.R. aus Preußisch Oldendorf unter www.biblisch-theologische-beiträge.de unter der Überschrift „Drei abrahamitische Religionen?“.

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