Bekenntnisbewegung
"Kein anderes Evangelium"
Lübbecke

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Archiv 2016

 Am Montag, den 29. Februar 2016, findet um 20 Uhr in der Stadthalle Lübbecke die dritte Veranstaltung der 47. Vortragsreihe „Zeitfragen-Streitfragen“ statt. Pastor Dr. Wolfgang Nestvogel aus Hannover spricht zu dem Thema „Wie stehe ich vor Gott? Die ‚eiserne Ration‘ des Glaubens“

Dr. Wolfgang NestvogelIm vergangenen Jahr sagte Dr. Nestvogel, Pastor der Bekennenden Evangelischen Gemeinde Hannover, in Bad Teinach-Zavelstein: „Die Rechtfertigung des Sünders allein aus Glauben ist und bleibt die eiserne Ration des Christseins. Sie ist nicht ökumenisch verhandelbar.“ Diese zentrale Wahrheit werde seit der Reformationszeit jedoch immer wieder in Frage gestellt. Tendenzen gebe es heute sogar in der evangelikalen Bewegung.

Mit diesem Vortrag wird schon auf das Jahr 2017, dem 500. Reformationsjubiläum, hingewiesen: Erinnerung an die Veröffentlichung der 95. Thesen von Martin Luther. „Wie stehe ich vor Gott? Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?“

Mit diesen Fragen plagte sich der Reformator Martin Luther als Mönch im Augustinerkloster und später in Wittenberg. Die Antwort, die er darauf fand, war die Rechtfertigungslehre, also die Lehre, wie der sündige Mensch vor Gott bestehen kann. Entscheidende Hilfe fand er dabei in der Bibel. So heißt es im Römerbrief 3,28: „So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.“ Wir werden gerettet aus Gnaden, allein durch den Glauben, aufgrund des Erlösungswerkes Jesu Christi. So werden wir für gerecht geachtet vor Gott – auch wenn wir von uns aus keinen Anspruch darauf haben, gerecht gesprochen zu werden! Die Werkgerechtigkeit hat er als „teuflische Versuchung“ gesehen, die uns von der Erlösung aus Gnaden abhalten will. 

Mit dem Thesenanschlag hat eine neue Zeit begonnen. Diese neue Zeit kam von einem neuen Blick auf Jesus, auf seine Worte, auf das Evangelium, auf unsere Erlösung, die durch Jesus Christus geschehen ist. Man sang vor Freude in dieser neuen Zeit: „Nun freut euch, liebe Christen“, und zwar gemeinsam, „und lasst uns fröhlich springen“. Dazu hat Martin Luther im ersten Kirchenlied, das er dichtete, ermuntert.

Gegen Umdeutung und eine schleichende Relativierung der Rechtfertigungswahrheit wird Wolfgang Nestvogel in seinem Referat eingehen.
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