Bekenntnisbewegung
"Kein anderes Evangelium"
Lübbecke

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Archiv 2016

Am Montag, den 14. März, findet um 20 Uhr in der Stadthalle Lübbecke die vierte Vortragsveranstaltung der Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“ Lübbecke im Rahmen der Vortragsreihe „Zeitfragen-Streitfragen“  statt. Dr. Berthold Schwarz aus Gießen spricht zu dem Thema „Soll das ein Gott der Liebe sein?“.

Dr. Berthold SchwarzDr. Berthold Schwarz ist Hochschuldozent für Systematische Theologie an der Freien Theologischen Hochschule in Gießen.
Mit dem Vortrag nimmt Dr. Schwarz eine Frage auf, die viele Menschen im Blick auf ihr Leben oder ihr persönliches Umfeld und darüber hinaus  haben. Solche Fragen können sein: Warum gibt es so viel Leid und Not in dieser Welt? Warum gibt es Naturkatastrophen? Warum duldet Gott Krieg und schreckliche Terrorangriffe? Warum Christenverfolgung? Ist das gerecht? Wie kann man denn so etwas in Einklang bringen mit Gott – und gar noch mit einem Gott der Liebe?

Martin Luther greift in einer Psalmauslegung 1530 dies Problem folgendermaßen auf: „Wenn man im Kreuz und Leiden ist, so wird alle Zeit zu lang und macht Ungeduld. Das Leiden ist nicht schwer, wenn einer das Ende seines Leidens absehen kann. Es denkt einer: Es ist eine böse Stunde, ein böser Tag, eine böse Woche, danach wird besser. Aber wenn man das Ende nicht sieht, so ist alles Leiden unerträglich, und wenn es gleich nur eine Viertelstunde dauert.“

Auf die ehrlich gestellte Frage: „Soll das ein Gott der Liebe sein?“ helfen in der Regel schnelle Antworten – seien sie auch noch so treffend und überzeugend – nicht viel weiter. Gut ist es, wenn der Fragesteller mit Gott im Gespräch bleibt. Wer Gott noch befragt, wer Gott noch anklagt, wer sich bei ihm beschwert und gegen ihn opponiert, hat ihn noch nicht völlig abgeschrieben.

Am Anfang, so heißt es in der Bibel, sei alles sehr gut gewesen. Ich weiß nicht, warum Gott zugelassen hat, dass jetzt vieles sehr schlecht ist. Ich weiß nicht, warum er uns bis zum Ende der Welt warten lässt, bis einmal kein Leid und kein Geschrei und kein Schmerz mehr sein wird. Trotzdem versuche ich, es mit den Betern der Psalmen zu halten: „Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir. Ich werde stets an dir bleiben.“
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